Autoimmun-Diabetes

Vereinfachen Sie Ihre Typ-1-Diabetes-Diagnostik.

Autoimmun-Diabetes, auch bekannt als Typ-1-Diabetes, ist eine chronische Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse wenig oder gar kein Insulin produziert – ein Hormon, das dafür notwendig ist, dass Zucker (Glukose) in die Zellen gelangen kann, um Energie zu produzieren. Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes, der oft mit Lebensstilfaktoren in Verbindung gebracht wird, handelt es sich bei Typ-1-Diabetes in erster Linie um eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört.

Human pancreas with antibodies showing an autoimmune pancreatitis, type 1 diabetes

Einblicke in den Autoimmun-Diabetes

Typ-1-Diabetes ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die durch Insulinmangel und daraus resultierende Hyperglykämie gekennzeichnet ist. Über 90 % der Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes weisen nachweisbare Antikörper gegen spezifische β-Zell-Proteine auf, darunter Insulin, Glutamat-Decarboxylase, Inselantigen 2, Zinktransporter 8 und Tetraspanin-7. Bei den meisten Menschen mit einem einzigen Autoantikörper entwickelt sich kein Typ-1-Diabetes, doch ist eine Serokonversion hin zum Vorhandensein von zwei oder mehr Autoantikörpern im Serum bei Kindern mit einem Risiko von 84 % für klinisch manifestierten Typ-1-Diabetes bis zum Alter von 18 Jahren verbunden. Typ-1-Diabetes ist eine vererbbare polygenetische Erkrankung mit einer Konkordanz bei eineiigen Zwillingen von 30–70 %, einem Risiko bei Geschwistern von 6–7 % und einem Risiko von 1–9 % für Kinder, bei denen ein Elternteil an Diabetes leidet.

Explanation of Type 1 Diabetes
<p>Autoimmun-Diabetes beginnt lange vor dem Auftreten von Symptomen: Autoantikörper weisen bereits Jahre vor dem klinischen Ausbruch auf die Erkrankung hin.</p>

Key figures

  • 9

    Millionen Menschen weltweit leben mit Typ-1-Diabetes

  • 15%

    beträgt die Prävalenz von Typ-1-Diabetes in nordeuropäischen Bevölkerungsgruppen

  • 10%

    aller Diabetesfälle entfallen auf Typ-1-Diabetes

Wie diagnostizieren wir Autoimmun-Diabetes?

Die Diagnose von Autoimmun-Diabetes basiert auf einer Kombination aus klinischem Erscheinungsbild, Stoffwechselmarkern und dem Nachweis von diabetes-spezifischen Autoantikörpern. Diese sind die Schlüsselmarker für die autoimmune Zerstörung der β-Zellen und können bereits Jahre vor dem klinischen Ausbruch auftreten. Zu den relevantesten Autoantikörpern zählen: Anti-Inselzell-Antikörper (ICA) – typischerweise nachgewiesen mittels indirekter Immunfluoreszenztests (IFA), Anti-Insulin-Antikörper (IAA), Anti-GAD-Antikörper (GAD65), Anti-IA-2-Antikörper sowie Anti-ZnT8-Antikörper, die typischerweise mittels ELISA nachgewiesen werden.

Sebia Islet Cell Antibody pattern

Wissen & Wissenschaft

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Tests zur Diagnose von Autoimmun-Diabetes

Geräte zur Diagnose von Autoimmun-Diabetes

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Literaturverzeichnis

a) DiMeglio LA, Evans-Molina C, Oram RA. Type 1 diabetes. Lancet. 2018 Jun 16;391(10138):2449-2462.

b) Ziegler AG, Rewers M, Simell O, Simell T, Lempainen J, Steck A, Winkler C, Ilonen J, Veijola R, Knip M, Bonifacio E, Eisenbarth GS. Seroconversion to multiple islet autoantibodies and risk of progression to diabetes in children. JAMA. 2013 Jun 19;309(23):2473-9.

c) Jacobsen LM, Schatz DA. Type 1 Diabetes: A Review. JAMA. 2026 Feb 16.

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