Was ist Diabetes?
Diabetes wird grundsätzlich in zwei Hauptformen eingeteilt:
- Typ-1-Diabetes ist durch einen absoluten Insulinmangel infolge einer unzureichenden Insulinproduktion gekennzeichnet.
- Typ-2-Diabetes entsteht durch eine verminderte Wirksamkeit des körpereigenen Insulins (Insulinresistenz). Er ist häufig mit Übergewicht und Bewegungsmangel assoziiert.
Darüber hinaus bezeichnet Gestationsdiabetes einen erstmals während der Schwangerschaft festgestellten erhöhten Blutzuckerspiegel.
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen. Eine dauerhaft erhöhte Blutglukose kann zu langfristigen und teilweise irreversiblen Schäden an Herz und Gefäßen, Augen, Nieren, Nerven und der Mundgesundheit führen. Zudem besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.
Diabetes zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Sehverlust, Nierenversagen und Amputationen der unteren Extremitäten.
Weltweit leben derzeit rund 589 Millionen Erwachsene (20–79 Jahre) mit Diabetes. Bis zum Jahr 2050 wird ein Anstieg auf etwa 853 Millionen Betroffene erwartet.
<p>Diabetes zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen für vorzeitige Erkrankungen und Todesfälle. Die Zahl der Betroffenen nimmt kontinuierlich zu.</p>
Key figures
589
Millionen Erwachsene (20–79 Jahre) leben derzeit mit Diabetes.
853
Millionen Menschen könnten bis 2050 betroffen sein
252
Millionen Menschen leben mit Diabetes, ohne diagnostiziert zu sein.
Wie wird Diabetes diagnostiziert?
Diabetes wird durch die Bestimmung des Blutzuckers diagnostiziert. Hierfür können Verfahren wie die Nüchternplasmaglukose (FPG) oder der orale Glukosetoleranztest (OGTT) eingesetzt werden. Alternativ erfolgt die Diagnostik über die Bestimmung des glykierten Hämoglobins (HbA1c) aus einer Vollblutprobe.
HbA1c ist Hämoglobin A, das an einem oder beiden N-terminalen Valinresten der β-Globinkette irreversibel glykiert wurde. Es ist ein etablierter Biomarker für die Diagnostik und das Management des Diabetes mellitus. Im Vergleich zur direkten Glukosemessung bietet HbA1c eine höhere präanalytische Stabilität und erfordert keine Nüchternblutentnahme. Darüber hinaus spiegelt der HbA1c-Wert die durchschnittliche Blutzuckereinstellung der vergangenen zwei bis drei Monate wider und unterstützt die Beurteilung des Risikos diabetesbedingter Folgeerkrankungen.
Die HbA1c-Bestimmung ist durch die International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine (IFCC) standardisiert und mit dem NGSP-Netzwerk (National Glycohemoglobin Standardization Program) harmonisiert.
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