Wie werden Hämoglobinopathien diagnostiziert?
Die Hämoglobin-Elektrophorese ist ein etabliertes Verfahren, das routinemäßig in klinischen Laboren zum Screening von Patientenproben auf Hämoglobinopathien (Hämoglobinvarianten und Thalassämien) eingesetzt wird.
Zahlreiche internationale Fachgesellschaften und Organisationen – darunter die Thalassaemia International Federation (TIF), die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sowie die Association of Public Health Laboratories (APHL) – erkennen die Vorteile der Sebia-Kapillarelektrophorese (CE) an. Besonders hervorgehoben werden die hohe Auflösung und die klare Darstellung der Hämoglobinfraktionen, die eine zuverlässige Diagnostik von Hämoglobinopathien unterstützen.
Die CAPI 3 HEMOGLOBIN(E)- und MINICAP HEMOGLOBIN(E)-Kits dienen der Trennung der normalen Hämoglobine Hb A, Hb A₂ und Hb F sowie dem Nachweis der wichtigsten Hämoglobinvarianten Hb S, Hb C, Hb E und Hb D. Die Analyse erfolgt mittels Kapillarelektrophorese in alkalischem Puffer (pH 9,4) auf den Sebia-Systemen CAPILLARYS 3 und MINICAP FLEX-PIERCING.
Die CAPILLARYS 3- und MINICAP FLEX-PIERCING-Systeme sind vollautomatische Analysatoren, die ein vollständiges Hämoglobinprofil erstellen. Sie ermöglichen die quantitative Bestimmung der normalen Hämoglobinfraktionen Hb A, Hb A₂ und Hb F sowie den Nachweis der wichtigsten Hämoglobinvarianten Hb S, Hb C, Hb E und Hb D. Die Untersuchung erfolgt aus einem Hämolysat von Vollblutproben, die in KEDTA-Röhrchen entnommen wurden.